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Technik und Methode

Technik

Die Technologie ist unter verschiedenen, meist englischen Namen wie Voting Machines, Auditory, Classroom oder Private Response System oder einfach Clicker bekannt.

Clicker sind kleine Handsender, mit denen Studierende Fragen der Lehrenden während der Lehrveranstaltung beantworten. Die Clicker kommunizieren dabei drahtlos mit einer Basisstation, die mit dem Rechner der oder des Lehrenden verbunden ist (siehe Abbildung 1).

Eine geeignete Software auf dem Rechner sammelt die studentischen Antworten, wertet sie aus und stellt die Auswertung grafisch dar. Diese Software dient auch als Steuerzentrale. Über sie wird das Einsammeln der Antworten gestartet, die Zeitdauer festgelegt, während derer Antworten möglich sind, diese Zeitdauer ggf. verlängert und Vieles mehr.

Abbildung 1: Clicker

Clicker-Fragen sind typischerweise Antwortauswahlfragen. Bei vielen Clicker-Modellen können Studierende auch numerische Antworten und kurze Texte senden. Methodisch haben sich Konzeptfragen sehr bewährt, für die das Format der Antwortauswahlfrage ausreichend ist.

Lehrende und Studierende assoziieren den Einsatz von Clickern meistens mit der Publikumsfrage aus Quiz-Sendungen wie „Wer wird Millionär?“. Außer der Technologie haben der Einsatz im Hörsaal und der in der Quiz-Sendung jedoch wenig gemein.

Entscheidender Einsatzzweck und Vorteil von Clickern ist die aktive Einbindung der Studierenden in den Lehr- und Lernprozess während der Vorlesungszeit.

Methode

Eine recht einfache, aktivierende und sehr effiziente Methode des Clicker-Einsatzes ist Peer Instruction. Lehrende stellen eine Frage und bitten ihre Studierenden, diese mit Hilfe ihrer Clicker zu beantworten. Bei entsprechend formulierten Fragen führt dies dazu, dass mehrere oder sogar alle Antwortmöglichkeiten gleich favorisiert werden. Ob dies der Fall ist, können Lehrende leicht feststellen, weil die Verteilung der Antworten nach Ablauf der Antwortzeit schnell auf dem Rechner, der die Clicker-Antworten einsammelt, angezeigt werden kann.

Lehrende nutzen solche Pattsituationen und fordern ihre Studierenden auf, deren Nachbarn zu überzeugen, dass die Antwort, die sie gerade gegeben hatten, die richtige ist. Diese Aufforderung führt unweigerlich zum gewünschten Effekt: Studierende diskutieren die Fachinhalte der Fragestellung. Nach einigen Minuten Diskussionszeit bitten die Lehrenden die Studierenden, dieselbe Frage noch einmal zu beantworten. Sehr häufig führt dies dazu, dass die deutliche Mehrheit nun die korrekte Antwort ausgewählt hat. Der oder die Lehrende bittet dann Personen aus dem Plenum zu begründen, warum diese Antwort korrekt ist, die anderen Antwortmöglichkeiten nicht zutreffend sind, und fasst den Sachverhalt noch einmal in eigenen Worten zusammen.

Diese Methode des Clicker-Einsatzes heißt Peer Instruction, weil sie Studierende (die Peers) durch die Diskussion am Lehrprozess (Instruction) beteiligt. Das ist jedoch nicht der einzige Pluspunkt.

Abbildung 2: Peer Instruction