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Vorteile

  • Peer Instruction senkt für Studierende die Hemmschwelle, sich aktiv an der Lehrveranstaltung zu beteiligen. Insbesondere wenn in der Plenumsphase des Peer Instruction-Zyklus auch charakteristische Verständnisschwierigkeiten angesprochen werden, führt Peer Instruction zu einer fehlertoleranten und lernförderlichen Atmosphäre.
  • Für Lehrende ist es erfahrungsgemäß sehr schwer, Studierenden angemessen Zeit zu geben, um eine Antwort auf die gestellte Frage zu finden. In der Regel warten Lehrende deutlich weniger als fünf Sekunden. Bei Peer Instruction-Fragen haben Lehrende sofort einen Überblick, wie viele Studierende schon geantwortet haben bzw. noch überlegen und geben so automatisch angemessen Zeit zur Antwortfindung.
  • Im zeitlichen Abstand von 15 bis 30 Minuten in die Lehrveranstaltung integrierte Peer Instruction-Zyklen stellen einen Methodenwechsel dar und aktivieren Studierende.
  • Auch der Einsatz der Clicker-Technologie sorgt bei Studierenden für Aufmerksamkeit. Sie erhalten gleichsam ein neues Spielzeug. Dieser Neuigkeitscharakter ebbt allerdings meist schnell ab.
  • Ein gutes, überzeugendes Argument zu finden ist wesentlich für akademische Arbeit. Peer Instruction hilft Studierenden zu lernen, gute Argumente zu sammeln und andere zu überzeugen bzw. die Argumente anderer auf Schwachstellen zu untersuchen und zu widerlegen.
  • Ein wesentlicher Vorteil von Peer Instruction steckt schon in der Bezeichnung: Studierende fungieren zumindest zeitweise als Lehrende. Stellen Sie sich zwei Studierende vor – Anne und Burkhardt. Anne hat das aktuell in der Lehrveranstaltung thematisierte Konzept gerade erst verstanden, während Burkhardt sich schwer tut, es zu verstehen. Anne hat eine viel bessere Ausgangsposition, um Burkhardt das Konzept zu erklären als die Dozentin oder der Dozent. Anne hat das Konzept ja gerade erst verstanden und kann die konzeptuellen Verständnisschwierigkeiten von Burkhardt viel besser nachvollziehen. Der oder die Lehrende dagegen hatte das Privileg, über viele Jahre über dieses Konzept nachdenken zu können und es anzuwenden und kann die Schwierigkeiten, die mit dem Verinnerlichen dieses Konzepts verbunden sind, nicht mehr nachvollziehen.
  • Der vermutlich größte und anfangs nicht offensichtliche Vorteil besteht darin, dass Lehrende zumindest stichprobenartig den Diskussionen ihrer Studierenden lauschen können oder sich selbst daran beteiligen können. Dadurch lernen Lehrende die tatsächlichen Schwierigkeiten ihrer Studierenden besser kennen und verstehen. Sie bekommen ein besseres Bild davon, warum es Burkhardt schwer fällt, die Inhalte zu verstehen, und was Anne geholfen hat, die Inhalte zu verstehen.