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Fragen für Schlüsselsituationen

In der Lehre gibt es sogenannte „Schlüsselsituationen“ wie den Beginn und den Abschluss einer Sitzung. Zu Beginn einer Sitzung steht die Orientierung im Fokus: „Alle am Lehr- und Lern-Prozess Beteiligten brauchen Orientierung hinsichtlich der sozialen, inhaltlichen und strukturellen Gegebenheiten sowie bezüglich der Anforderungen und Zielsetzungen.“ (Hellermann/Müller 2016, S. 45) Für diese Schlüsselsituation ist es sinnvoll, sich der genauen Auswahl einer geeigneten Frage zu widmen.

So können Sie als Lehrende*r eine Lehrveranstaltungssitzung mit der Nennung eines Themas (z.B. „Gewaltenteilung in Deutschland“) eröffnen, oder Sie stellen eine Frage (z.B. „In welchem Verhältnis stehen Exekutive, Legislative und Judikative zueinander?“). Diese Frage ist dann die Leitfrage für die ganze Sitzung, so dass sich der Verlauf des Seminars oder der Vorlesung an der Beantwortung dieser Frage orientiert. Diese Leitfrage bekommt dadurch den Charakter eines ‚roten Fadens‘, der sich auch durch kleinere Arbeitsaufträge innerhalb der Sitzung ziehen kann.

Den Abschluss der Sitzung, ebenfalls eine Schlüsselsituation in der Lehre, können Sie mit einer Methode gestalten, in der ebenfalls Fragen relevant sind. Die „2-Minuten-Frage“ dient als Lernzielüberprüfung und als Feedbackinstrument. Fordern Sie die Studierenden auf, auf der Vorderseite eines Blattes aufzuschreiben, was sie in der Sitzung verstanden haben. Die Rückseite dagegen dient für eine Notiz, was die Studierenden weniger gut verstanden haben und noch genauer erklärt bekommen möchten. Auf diese Weise erhalten Sie einen Einblick in den Lernstand der Studierenden und können die nächste Sitzung mit einer gezielten Wiederholung beginnen. (Hellermann/Müller 2016, S. 48)

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