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M.Sc. Parham Gemagami
Lehrstuhl Werkstoffwissenschaft
Institut für Werkstoffe
Fakultät für Maschinenbau
Ruhr-Universität Bochum
Universitätsstr. 150
44780 Bochum

Gebäude ZGH, Ebene 01, Raum 131
Telefon:
Fax:
+49 (0)234 32-26859
+49 (0)234 32-14235
Tätigkeit: Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Im Rahmen des DFG-Schwerpunktprojekts 2006 arbeitet Parham Gemagami an kompositionell komplexen Legierungen (CCAs) und Hochentropielegierungen (HEAs). Bei diesen Legierungen handelt es sich um Multikomponentenwerkstoffe mit spannenden Eigenschaften, welche aufgrund ihrer breiten kompositionellen Einstellbarkeit international immer mehr an Aufmerksamkeit gewinnen. Trotz ihrer vielversprechenden Eigenschaften für mögliche Hochtemperaturanwendungen ist bisher kaum etwas über ihre thermische Stabilität bekannt. Aus dem Bereich der Hochtemperaturwerkstoffe ist bekannt, dass sich intermetallische Ausscheidungen bei Langzeit‑Wärmebehandlungen von Legierungen bei mittleren Temperaturen bilden können, welche die mechanische Funktionsfähigkeit und schließlich die Korrosionsbeständigkeit des Werkstoffs beeinträchtigen können (z.B. wenn die intermetallischen Ausscheidungen mit wichtigen Elementen für die Korrosionsbeständigkeit wie Cr angereichert sind). Zudem ist die Vergröberung des Gefüges bei erhöhten Temperaturen nachteilig für die mechanischen Eigenschaften. Es ist daher wichtig, die Anfälligkeit von feingefügigen HEAs und CCAs für dieses Phänomen zu bewerten, um ihre Eignung für Hochtemperaturanwendungen beurteilen zu können.

In diesem Zusammenhang untersucht Parham Gemagami zwei unterschiedliche Legierungen in seinem Projekt, welches im neuen Zentrum für grenzflächendominierte Hochleistungswerkstoffe (ZGH) durchgeführt wird. Die erste ist die äquiatomare TiZrNbHfTa HEA, welche oberhalb von 1200°C einen einphasigen und ungeordneten kubisch‑raumzentrierten (krz) Mischkristall bildet. Die zweite ist die Al0.7CrFeCoNi CCA, welcher kleine Zusätze der Legierungselementen (Mo, Ti, C) hinzulegiert werden und welche im Gusszustand mehrphasig mit einem feinkörnigen lamellaren Gefüge vorliegt. Parham Gemagami glüht diese Legierungen bei verschiedenen Temperaturen bis 1200°C für Dauern zwischen 1 h und 1000 h. Anschließend untersucht er ihre Mikrostrukturen mit Hilfe der Raster- und Transmissionselektronenmikroskopie, um ein vollständiges Verständnis der Ausscheidungs-/Vergröberungskinetik in diesen Legierungen zu erhalten und ein Zeit‑Temperatur‑Umwandlungsdiagramm (ZTU‑Diagramm) zu erarbeiten. Die angelassenen Legierungen werden anschließend mittels Zug- und Härteprüfung systematisch charakterisiert, um die Abhängigkeiten zwischen ihren Gefügen und mechanischen Eigenschaften aufzudecken.

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